FAQs - Häufige Fragen zur Bewässerung

FAQ - Häufige Fragen zur Bewässerung

Guten Tag! Sie finden hier eine Auswahl von Fragen rund um die Planung, Installation und den Betrieb einer automatischen Bewässerungsanlage. Bei jedem Thema finden Sie weiterführende Links, die Sie zu ausführlichen Informationen leiten.  

 

Q: Planung einer Bewässerung

A: Zur Planung einer Bewässerung ist es am besten, Sie zeichnen eine maßstäbliche Skizze. Anschließend können Sie die Leitungsführung, Position von Tropfbewässerung und Regnern einzeichen. Planungshilfen erhalten Sie bei den jeweiligen Herstellern der Bewässerungssysteme, im Internet in Foren und Bewässerungs-Blogs sowie natürlich von uns, direkt hier auf den Seiten von meine-Bewässerung.de

 

Q: Welches Wasser?

A: Das ideale Wasser für eine Bewässerung von Pflanzen ist Regenwasser - gesammelt in Zisternen oder in Hochtanks. Des weiteren kann Leitungswasser und Brunnenwasser verwendet werden. In jedem Fall sollte das Wasser gefiltert werden, damit keine Partikel die Bewässerungsanlage verstopfen.

 

Q: Bewässerung automatisch steuern?

A: Zur Steuerung der Bewässerungsanlage gibt es verschiedene Möglichkeiten. Von einfachen Kugelhähen dienen zum manuellen Öffnen und Schließen. "Eieruhren" und Volumensteuerungen können verwendet werden um nach Ablauf einer bestimmten Zeit (z.B. 15 Minuten) bzw. einem bestimmten Volumen (z.B. 200 Litern) automatisch die Leitung wieder zu schließen. Durch den Einsatz von elektrischen Magnetventilen, die über eine batteriebetriebene Steuerung oder über ein 220V Steuergerät programmiert und betrieben werden können ist es möglich große Bewässeurngsanlagen vollautomatisch zu betreiben. Mit einem 220V Steuergerät können mehrere 24V-Wechselstrom Magnetventile gesteuert werden, die im Garten nacheinander einzelne Bewässerungskreise ansteuern. Wichtig ist es, eine Regenabschaltung vorzusehen, damit die Bewässerung nur dann läuft, wenn es wirklich Bedarf zur Bewässerung gibt. Moderne Internet-Steuerungen können per Smartphone programmiert und überwacht werden, das ist gar nicht viel teurer als konventionell zu Steuern und gibt Ihnen die maximale Kontrolle über Ihre Besässerung (z.B. elektronische Wasserzähler, intelligente Logik IFTTT, Integration in die bestehende Hausautomatisierung). Zusätzlich können diese Steuerungen mit Wetterstationen verknüpft werden, so dass das aktuelle Wetter in die Bewässerungs-Zeit einbezogen werden kann. Eine Ventilverteilung kann entweder mit vormontierten Ventilboxen realisiert werden, die Bodenbündig eingegraben werden oder durch Ventilverteilungen, die an die Wand montiert werden.

 

Q: Rasen optimal bewässern

A: Rasen kann prinzipiell von oben oder von unten bewässert werden. Unterirdische Tropfrohre können unsichtbar verlegt werden, der Nachteil ist jedoch, dass Inspektion und Fehlerbehebung sehr schwierig sind. Die gängigste Methode zur automatischen Bewässerung von Rasen ist der Einsatz von Versenkregnern. Unterirdische Leitungen führen zu den jeweiligen Regnern, die im Rasen unterirdisch verbaut sind. Wenn der Wasserdruck kommt, dann steigen die Versenkregner um 10cm auf und der Bewässerungsvorgang beginng. Sprühdüsen können bei kleinen Rasenflächen eingesetzt werden. Getrieberegner werden bei großen, rechteckigen Flächen eingesetzt. Häufig ist der MP Rotator der Firma Hunter die beste Wahl. Dort gibt es verschiedene Modelle, die alle miteinander kombiniert werden können. Beim MP-Rotator gibt es zunächst Modell-Bezeichnungen für unterschiedliche Sprühweiten:
MP800: 1,8 m - 3,5 m
MP1000: 2,5 m - 4,6 m
MP2000: 4,0 m - 6,4 m
MP3000: 6,7 m - 9,1 m
MP3500: 9,4 m - 10,7 m
und dann je Sprühweite Modelle mit unterschiedlichen Sektoren
90°-210° / H / Half Circle / Halbkreis
210°-270° / TQ / Tripple Quarter / Dreiviertelkreis
360° / F / Full Circle / Ganzkreis
sowie einige Sonderdüsen für Steifen (SS, LS, RS) und spitze Winkel Q Corner
Bei der Planung der Bewässerung sollte nicht versucht werden mit so wenig wie möglich Regnern auszukommen. Viel besser ist es, bei der Planung eine möglichst gleichmäßgie Wasserverteilung zu erreichen. Wenn überall eine ähnliche Menge Bewässerungswasser hinkommt, kann ich ganz genau über die Bewässerungsdauer ein optimales Bewässerungs-Ergebnis erzielen. Dafür wird die Position der Düsen in der Kopf-zu-Kopf-Montage ermittelt. Damit ergänzen sich mehrere Regner gegenseitig und man erreicht die größtmögliche Gleichförmigkeit der Bewässerung. Der nächste Regner sitzt immer an der Position wo der letzte Regner gerade noch hinsprüht.
Bei Getrieberegnern ist darauf zu achten, dass mit größer werdendem Sektor der Niederschlag pro Fläche keiner wird, da der Regner in der gleichen Zeit eine größere Fläche abdecken muss. Daher sollten bei Getrieberegnern entweder nur Regner mit gleichen Sektoren in einem Bewässerungskreis zusammen betrieben werden, z.B. 90° oder der Niederschlag sollte über den Einsatz der entsprechenden Düsen ausgeglichen werden.

 

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Q: Wie viele Getrieberegner, Versenkregner, Tropfrohre, etc. kann ich an einem Bewässerungskreis betreiben?

A:Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Prinzipiell spielen folgende Faktoren eine Rolle: Druck, Wassermenge, Rohrleitung, Verwendete Bewässerungskomponenten. Der Leitungs-Druck ist abhängig von der Wasserversorgung, also vom der Trinkwasserleitung oder der eingesetzten Pumpe. Dieser Leitungs-Druck verändert sich, je nachdem wie viele Verbraucher nun angeschlossen werden. Am besten erfolgt die Berechnung wie folgt:
1. Welches Bewässerungssystem möchte ich einsetzten und wie hoch ist der ideale Betriebsdruck (z.B. Hunter MP-Rotator 2,8 bar)
2. Welchen Druckverlust muss ich aufgrund der verwendeten Komponenten und Leitungslängen/Leitungsquerschnitte dazurechnen (z.B. 0,7 bar) siehe z.B. www.druckverlust.de
3. Welche Wassermenge liefert meine Wasserversorgung bei (2,8 bar + 0,7 bar = 3,5 bar) --> Siehe Kennlinie der Pumpe oder Messung mit einem Messgerät
4. Die verfügbare Wassermenge kann ich nun auf die Regner aufteilen, der Wasserverbrauch der Regner ist abhängig vom Sektor und der gewünschten Sprühweite. Dies kann man aus Verbrauchstabellen herauslesen.

 Q: Wie kann ich Hecken und Beete im Garten optimal bewässern?

A: Tropfrohre mit einem 1/2" (16mm) Außendurchmesser eignen sich dafür hervorragend. In den Tropfrohren sind alle 30cm Auslässe integriert, so dass mit 2 Rohren - eines vor und eines hinter der Baumreihe - eine Hecke bewässert werden kann. Soll eine ganze Pflanzfläche bewässert werdenden, so ist es am besten, die Rohre in einem Abstand von 30cm zu verlegen. Bei sandigen Böden kann man den Abstand eher noch ein bisschen verringern, bei lehmigen Böden ein bisschen erhöhen. Soll es filigran werden, gibt es auch Tropfrohre mit 6mm Aussendurchmesser. Generell sollte ein Druckminderer eingesetzt werden, damit die Tropfrohre nicht mehr als 2 Bar Druck abbekommenn. Ein Filter schützt davor, dass Partikel eingetragen werden, die die dünnen Kanäle verstopfen. Eine Leitungslänge von 50m sollte nicht überschritten werden. Bei Hang-Grundstücken ist es besser entlang der Höhenlinie das Rohr zu verlegen. Druckkompensierende Tropfrohre können dabei wichtig werden, die Auslass-Menge an jeder Tropferstelle gleich zu behalten, unabhängig vom lokalen Druck in der Leitung. Bei unterirdisch verlegten Rohren sollte auf ein geeignetes Modell zurückgegriffen werden, das eine Wurzeleinwuchssperre besitzt. Des weiteren sollte verhindert werden, dass Schmutz durch die Auslassöffnungen eingezogen wird, dafür eignet sich ein spezielles Belüftungs-Ventil, das beim Ausschalten der Anlage Lüft ins System lässt.

 

Q: Balkonkästen und Blumenkübel bewässern

A: Die Bewässerung von Balkonkästen und Blumenküblen auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten kann mit mehreren Systemen realisiert werden. Ist ein Wasserhahn vorhanden, empfehlen wir den Einsatz einer Mikrobewässerung mit batteriebetriebener Zeitschaltuhr. Wenn Sie eine selbstregulierende Lösung bevorzugen empfehlen wir das System Tropf-Blumat zum Anschluss mit einem Druckreduzierer an den Wasserhahn. Wenn Sie keinen Wasserhahn zur Verfügung haben können Sie das System Tropf-Blumat an einen Hochtank anschließen, dieser muss dann ca. 1m höher stehen als die zu bewässernden Pflanzen. Alternativ können Sie ein Bewässerungssystem mit Pumpe einsetzen. Hierzu gibt es entweder Pumpen die mit 220V an einer Steckdose betrieben werden, hier eignen sich dann 220V Zeitschaltuhren zur Steuerung. Oder Sie können kleine Solarpumpen einsetzten, z.B. von der Firma Claber sind diese schon mit Steuerungstechnik ausgestattet.

 

Q: Zimmerpflanzen-Bewässerung / Urlaubsbewässerung?

A: Zimmerpflanzen zu bewässern kann ganz einfach mit der Unterstützung von Zimmer-Blumat oder Claber Idris erfolgen. Bei der Urlaubsbewässerung empfehlen wir den Claber Oasis, der das Wasser über bis zu 40 Tage hinweg täglich den einzelnen Pflanzen zur Verfügung stellt. Dabe müssen die Pflanzen zusammengestellt werden und kleine Tropfer in die einzelnen Pflanzgefäße montiert werden.

 

Q: Einwinterung einer Bewässerungsanlage

A: Zum Einwintern gibt es je nach verwendetem Bewässerungssystem ein paar Dinge zu beachten. Tonkegel von Tropf-Blumat sollten abmontiert und frostfrei gelagert werden. Bei einer Mikrobewässerung sollte die batteriebetriebene Steuerung und der Druckminderer abmontiert werden und frostfrei gelagert werden. Die Tropfrohre entleeren sich entweder selbst oder sollten durch Anheben entleert werden. Bei einer unterirdischen Bewässerungsanlage sollte das Wasser mit einem Kompressor ausgeblasen werden. Steht ein solcher Kompressor nicht zur Verfügung gibt es mehrere Möglichkeiten, die Anlage zu entleeren: Durch die Platzierung der Ventilverteilung am tiefsten Punkt und durch Einsatz von Kugelhähnen in dieser Ventilverteilung kann passiv entleert werden. Diese Kugelhähne können auch an anderen tief liegenden Positionen des Gartens in die Leitung montiert werden. Am besten in einen kleinen Service-Schacht, damit das Suchen und Graben entfällt. Bequem ist auch der Einsatz von automatischen Entleerventilen, diese öffnen nach jedem Bewässerungsvorgang, wenn der Leitungsdruck sinkt. Auch hier empfehlen wir den Einbau in einen Service-Schacht damit die Funktion geprüft werden kann. Des weiteren hilft ausreichend Kiesschotter damit das Wasser gut versickern kann und die Ventile nicht durch Schmutz Ihren Dienst quittieren.

 

Q: Selbstregulierenden Systemen Autopot und Tropf-Blumat

A: Selbstregulierende Bewässerungsanlagen erleichtern Ihnen die Einstellung der Bewässerung, da durch das System "automatisch" auf die Bedüfnisse der Pflanzen sowie auf Regen und Verdunstung reagiert wird. Beim Tropf-Blumat System geschieht dies durch die Saugspannung der Erde. Wird die Erde trocken, so steigt die Saugspannung an, Wasser wird aus dem Tonkegel gezogen, der Druck sinkt und ein Ventil wird geöffne,t das Wasser austreten lässt. Dadurch wird die Erde wieder befeuchtet, die Saugspannung sinkt und das Ventil schließt sich wieder. Dies Art der Bewässerung kann sich hervorragend selbst regulieren und muss nur selten überprüft werden. Das System Tropf-Blumat kann aus Hochtanks und per Druckreduzierung an der Wasserleitung betrieben werden. Das System Autopot Aquavalve ist ebenso selbstregulierend, hat dabei aber ein anderes Funktionsprinzip. Durch das Aqua-Valve wird ein Nass-Trockenzyklus gesteuert, der den Pflanzen neben ausreichend Wasser auch noch eine optimale Bodenbelüftung zukommen lässt. Das Aquavalve funktioniert wie ein Schwimmer, der eine gewisse Wassermenge in das Pflanzgefäß einlaufen lässt. Der Boden saugt sich voll, die Pflanze verbraucht nach und nach das Wasser, es wird immer trockener, die Erde wird ideal durchlüftet. Irgendwann ist das Wasser verbraucht, das Aquavalve öffnet die Wasserzufuhr und füllt wieder bis zu einer vorgegebenen Wassermenge auf. Der Vorgang beginnt von vorne.

 

Q: Gibt es Dinge die ich beachten muss, wenn ich eine unterirdische Bewässerung mit Trinkwasser speisen will?

A: Ja, gemäß der Norm DIN EN 1717 zum Trinkwasserschutz dürfen unterirdische Bewässerungsanlagen nicht direkt mit dem Trinkwasser verbunden werden. Daher ist für den Betrieb einer Bewässerungsanlage vorgesehen, dass Sie eine Trennstation einbauen. Diese Trennstation besteht aus einem Behälter und einer Druckerhöhungspumpe. Sobald Wasser angefordert wird, wird dieses in einem freien Auslauf in den Behälter gegeben, die Pumpe pumpt das Wasser dann in die Bewässerungsanlage. Beim Nachspeisen von Trinkwasser in eine Zisterne ist ebenfalls darauf zu achten, dass eine normgerechte Nachspeise-Apparatur eingesetzt wird.

 

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